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„Die neuen B Corp Standards sind verbindlicher, klarer und wirksamer“

„Die neuen B Corp Standards sind verbindlicher, klarer und wirksamer"

„Die neuen B Corp Standards sind verbindlicher, klarer und wirksamer“

Im Interview spricht Armelle Duvieusart, Community & Impact Lead bei B Lab Germany, über die neuen B Corp Standards.

Was genau ist das B Corp-Siegel?

Das B Corp-Siegel gilt als eines der anspruchsvollsten Nachhaltigkeitszertifikate weltweit. Die B Corp-Bewegung dahinter steht seit über 15 Jahren für eine klare Idee: Unternehmen können und sollen eine positive Kraft für Mensch, Gesellschaft und Umwelt sein.

Warum war es an der Zeit für neue B Corp Standards?

Klimakrise, soziale Ungleichheit und Lieferkettenrisiken verlangen nach neuen Antworten. Diese weltweiten Veränderungen haben B Lab dazu bewegt, die Standards zu überarbeiten – mit dem Ziel, Fokus, Wirkung und Klarheit zu erhöhen.

Auf welche Bereiche beziehen sich die neuen B Corp Standards?

Künftig stehen sieben Impact-Themen im Mittelpunkt: Purpose & Stakeholder Governance (Verantwortung, Transparenz und Stakeholderbeteiligung), Faire Arbeit (faire Löhne, Sicherheit, Mitarbeitervertretung und Arbeitsplatzkultur), Klimaschutzmaßnahmen (Emissionen messen und Klimawendepläne umsetzen) sowie Umweltverantwortung und zirkuläres Wirtschaften (Materialkreisläufe schließen, ressourcenschonend wirtschaften). Hinzu kommen Gerechtigkeit, Chancengleichheit, Vielfalt & Inklusion (Diversität und Teilhabe fördern, inklusive Arbeitsplätze und Produkte/Dienstleistungen schaffen), Menschenrechte (Sorgfaltspflicht entlang der gesamten Wertschöpfungskette) sowie Regierungsangelegenheiten und kollektives Handeln – verantwortungsvolles Lobbying, lokales und globales Engagement.

Was ändert sich konkret?

Mit den neuen Standards rücken wir Wirkung und Verantwortung noch stärker ins Zentrum. Es geht nicht mehr nur darum, Punkte für gute Praxen zu sammeln (Outputs), sondern darum, welche tatsächlichen positiven Auswirkungen zum globalen Systemwandel beitragen. 

Um die Zertifizierung zu erhalten, müssen Unternehmen konkrete Mindestanforderungen erfüllen – und zwar in jedem einzelnen der sieben Bereiche. Zudem wird die Zertifizierung nun von einem akkreditierten Drittanbieter geprüft, was mehr Transparenz schafft. Hinzu kommen regelmäßige Fortschrittskontrollen für eine kontinuierliche Verbesserung. Außerdem sind die neuen Standards kompatibel mit internationalen Standards, was die Datensammlung und Berichterstattung deutlich vereinfacht.

Was sollten Unternehmen im Hinblick auf Zertifizierung und Re-Zertifizierung beachten?

Am besten starten Unternehmen mit einem Self-Assessment ihres Ist-Zustands. Durch die Bewertung des Status-Quo lassen sich vorhandene Lücken am besten erkennen.

Dann sollten Führungskräfte und das gesamte Team unbedingt mit ins Boot geholt werden, um Verantwortung gemeinsam im Unternehmen zu verankern. Wichtig ist auch, möglichst viele Daten messbar zu machen – das ermöglicht klare Ziele und nachvollziehbare Fortschritte. Um ins Handeln zu kommen, sollten Unternehmen eine Roadmap für gezielte Maßnahmen aufsetzen und entsprechende Ressourcen einplanen.

Meine Empfehlung: Langfristig denken und B Corp als strategisches Werkzeug sowie als reflexiven Lernprozess verstehen, mit dem das eigene Unternehmen holistisch bewertet und verbessert werden kann.

Was bedeuten die neuen Standards für die Zukunft verantwortungsvollen Wirtschaftens?

Die neuen Standards sind anspruchsvoll – aber auch eine echte Chance, Nachhaltigkeit systematisch zu verankern. Sie machen verantwortungsvolles Wirtschaften verbindlicher und messbarer. Sie fordern von Unternehmen, über den Tellerrand zu schauen, ihr Business als Kraft für das Gute zu nutzen und zu Akteuren eines wirtschaftlichen Wandels zu werden. Denn Verantwortung ist kein Trend – sie ist die Zukunft.

Über Armelle Duvieusart

Armelle Duvieusart ist Community & Impact Lead bei B Lab Germany. B Lab Germany ist die nationale Organisation der globalen B Lab Bewegung und fördert eine inklusive, gerechte und regenerative Wirtschaft.

„Wenn Kinder verstehen, welche Auswirkungen ihr Müll hat, beginnt echte Veränderung.“

„Wenn Kinder verstehen, welche Auswirkungen ihr Müll hat, beginnt echte Veränderung.“

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„Die neuen B Corp Standards sind verbindlicher, klarer und wirksamer“

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„Wenn Kinder verstehen, welche Auswirkungen ihr Müll hat, beginnt echte Veränderung.“

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Impact Report 2025: Warum der neue Bericht anders ist


Im Interview berichten Aen und Talitha, die beiden Verantwortlichen für das Bildungsprogramm von GOT BAG Indonesia, über ihre tägliche Arbeit, ihre schönsten Erfolgsmomente und ihre Hoffnung auf eine Zukunft, in der junge Menschen zu Botschaftern des Wandels werden.

Warum setzt GOT BAG Indonesia auf Umweltbildung bei jungen Menschen, und welche Wirkung erhofft ihr euch davon?

Aen: Wir sind überzeugt, dass die Zukunft unserer Umwelt in den Händen der jungen Generation liegt. Deshalb legen wir unseren Fokus darauf, sie durch Umweltbildung gezielt  zu stärken. Indem wir bereits früh ein Verständnis dafür fördern, wollen wir junge Menschen befähigen, nicht nur einen bewussten Lebensstil zu praktizieren, sondern auch ihr Umfeld zu inspirieren, sich für den Schutz der Umwelt einzusetzen.

Was bedeutet es für dich persönlich, Teil dieser Initiative zu sein?

Talitha: Ich möchte etwas Gutes für diese Erde bewirken. Wir haben ihr so viel genommen und dabei oftmals achtlos gehandelt. Ich bin überzeugt davon, dass selbst kleine Gesten der Güte zu positiven Veränderungen führen können.

Wie viele Schulen auf Java haben bisher an eurem Programm teilgenommen?

Aen: Von 2024 bis heute haben insgesamt 13 Schulen an unserem Bildungsprogramm teilgenommen: Sechs Schulen in den Regionen Demak und Jepara sowie sieben Schulen in der Region Jogja.

Wie gestaltet ihr die Unterrichtsmaterialien, damit Kinder das Problem der Plastikverschmutzung nicht nur verstehen, sondern auch verinnerlichen?

Talitha: Wir holen die Kinder in ihrer Lebenswelt ab. Wir arbeiten mit konkreten Beispielen aus ihrer unmittelbaren Umgebung und passen unseren Ansatz an die jeweilige Schule und die jeweiligen Gegebenheiten an.

Wie reagieren die Kinder, wenn ihnen das Ausmaß des Problems klar wird?

Aen: Zunächst sind sie schockiert. Wenn ich erkläre, wie Plastikmüll zu Mikroplastik wird, im Meer landet, von Fischen aufgenommen wird und wir diese Fische essen – dann verstehen sie plötzlich: Das betrifft uns direkt. Der Müll kommt zu uns zurück. Was mich besonders freut: Nach der Aufstellung von Mülleimern haben die Kinder selbstständig angefangen, ihren Abfall konsequent zu trennen.

Welche konkreten Verhaltensänderungen habt ihr bei den Kindern nach dem Programm beobachtet?

Talitha: Die Kinder beginnen, Müll zu trennen und Verantwortung für den von ihnen produzierten Abfall zu übernehmen. Das zeigt sich bei meinen Schulbesuchen: Der Müll in den Klassenzimmern wird zunehmend getrennt, auch wenn die Trennung in den großen Sammelbehältern manchmal noch nicht perfekt ist.

Wie reagieren Familien und die umliegende Gemeinschaft auf euer Bildungsprogramm?

Aen: Das Programm wurde sehr positiv aufgenommen. Laut Zufriedenheitsumfragen, die von Lehrkräften ausgefüllt wurden, trägt das Programm dazu bei, das Bewusstsein der Schüler:innen für Abfallprobleme in ihrem Umfeld sowie einen verantwortungsvollen Umgang mit Müll zu stärken. Die Kinder sind außerdem deutlich motivierter, Abfälle zu trennen. Ein Vertreter eines lokalen Ortsteils äußerte zudem die Hoffnung, dass dieses Bildungsprogramm fortgesetzt und auf weitere Orte ausgeweitet wird.

Talitha: Die Gemeinschaft reagiert sehr positiv. Besonders die KSMs – das sind lokale Selbsthilfegruppen, die mit unserer YGBI Foundation zusammenarbeiten – fühlen sich motiviert, die Bildungsaktivitäten weiterzuführen. Sie nominieren aktiv Schulen für das Adiwiyata-Programm, also die Zertifizierung als grüne Schule. 

Welche nächsten Schritte plant ihr für die nahe Zukunft?

Talitha: Wir planen die Gründung eines Eco-Clubs als außerschulische Aktivität und außerdem sechs Veranstaltungen im Jahr 2026.

Welche Hoffnungen habt ihr für die Zukunft des GOT BAG Indonesia Bildungsprogramms?

Aen: Ich hoffe, dass durch dieses Umweltbildungsprogramm immer mehr junge Menschen für Umweltprobleme sensibilisiert werden und sich bereits früh daran gewöhnen, ihren Müll verantwortungsvoll zu managen. Diese Gewohnheiten sollen zu einer gelebten Kultur werden und künftig noch mehr Menschen erreichen. Die junge Generation hat großes Potenzial und spielt eine strategische Rolle dabei, eine neue, umweltbewusste Kultur zu gestalten.


Über Aen:
Aen Hendrawati ist seit Juli 2024 Education Officer bei GOT BAG Indonesia. Sie hat einen Abschluss in Aquatic Resources Management von der Diponegoro University und hat in verschiedenen Umwelt- und Naturschutzbereichen gearbeitet. Sie ist leidenschaftlich an Bildung, Biodiversität und dem Schutz der Umwelt interessiert.

Über Talitha:
Talitha Kineta ist seit Januar 2025 Education Officer bei GOT BAG Indonesia. Sie hat Marine Science an der Diponegoro University studiert und Erfahrungen in verschiedenen Positionen gesammelt, darunter als Entry Data Clerk, HR-Personal Mitarbeiterin und Praktikantin im Bereich Aquakultur. Talitha ist leidenschaftlich an den Themen Meeresschutz und Bildung interessiert und engagiert sich dafür, einen Beitrag zum Erhalt der Natur zu leisten.

Impact Report 2025: Warum der neue Bericht anders ist

Impact Report 2025: Warum der neue Bericht anders ist

Impact Report 2025: Warum der neue Bericht anders ist

Seit unserer Gründung 2018 sind wir von einem kleinen Start-up mit wenigen Mitteln, aber umso mehr Herzblut zu einem internationalen Unternehmen mit über 70 Mitarbeitenden gewachsen. Auf unserem Weg haben wir Vieles gelernt.

Doch viele dieser Meilensteine bleiben für Außenstehende im Verborgenen. Wenn wir Dinge neu denken und Prozesse verändern, geschieht dies meist hinter den Kulissen. In unserem neuen Impact Report 2025 möchten wir diese unsichtbare Arbeit sichtbar machen und teilen, wo wir stehen, was wir gelernt haben und woran wir arbeiten.

Unser Anspruch: Transparenz, die es Dir ermöglicht, unsere wichtigsten Tätigkeiten und komplexen Lieferketten eigenständig nachzuvollziehen. Wir wollen Türen für offenen Austausch öffnen – und dabei auch klar zeigen, wo Herausforderungen liegen und wo wir an Grenzen stoßen.

Dazu Kim Gerlach, Sustainability & Impact Managerin und Autorin des Impact Reports 2025:

„Es braucht Mut, als Organisation verletzlich zu sein. Offen zu zeigen, was noch nicht perfekt ist. Aber genau das ermöglicht echten Dialog – und lädt Menschen ein, Teil unserer Reise zu sein.“

Aus Mission wird Impact

Vielleicht ist Dir aufgefallen: Der neue Report heißt nicht mehr Mission Report. Wir haben ihn umbenannt in Impact Report. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Das Wort “Mission” klingt ein wenig nach einem heldenhaften Alleingang. Doch echte Veränderung ist nicht heroisch, sondern messbar. Wir wollen Dir belegbare Daten liefern: Greenproofing, also evidenzbasierte, transparente Kommunikation. 

Genau hier setzt der Begriff Impact an. Er steht für echte Daten, klare Fakten und volle Transparenz. 

Das ganze Bild zeigen

Mit unseren Erlösen finanzieren wir die Arbeit unserer Partnerstiftung GOT BAG Indonesia, die ein Clean-up- und Bildungsprogramm auf Java betreibt. In den bisherigen Mission Reports haben wir vorrangig über die Arbeit von GOT BAG Indonesia berichtet. Das bleibt enorm wichtig. 

Aber es zeigt nicht das ganze Bild: Echte Wirkung entsteht entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Deshalb geht der Impact Report 2025 weiter. Hier einige Bereiche, die wir neu vorstellen:

Klima: Messen, um zu verstehen

GOT BAG begann mit einer einfachen Idee: Plastikmüll aus Küstenregionen in etwas Wertvolles verwandeln. Der Schutz der Ozeane bleibt unser Antrieb. Doch wir haben früh erkannt, dass Meeresschutz und Klimaschutz nicht voneinander zu trennen sind. 

Seit 2021 erfassen wir deshalb konsequent unseren Corporate Carbon Footprint – von unseren internen Abläufen bis tief in die gesamte Lieferkette. Wir haben unsere größten Emissionstreiber identifiziert. 

Dabei unterscheiden wir klar zwischen Faktoren, die wir direkt beeinflussen können, und Faktoren, die nur indirekt steuerbar sind. Aktuell entwickelt ein interner Arbeitskreis aus verschiedenen Teams unsere klare Klimastrategie mit festen Reduktionszielen. Wir verpflichten uns, diesen umfassenden Klimaschutzplan im Laufe von 2026 zu veröffentlichen.

Zertifizierungen: Mehr als nur Siegel

2025 war für uns ein intensives Jahr in Sachen Zertifizierungen. Wir sind auf dem Weg zur Re-Zertifizierung als B Corp™ und haben unser Portfolio um weitere Zertifizierungen erweitert, die wir dieses Jahr vorstellen werden. Zwei Standards sind uns dabei besonders wichtig:

Global Recycled Standard (GRS): Der GRS überprüft recyceltes Material und verfolgt es von der Quelle bis zum Endprodukt. Wir als GOT BAG GmbH sind nach dem Global Recycling Standard (GRS) zertifiziert. Hier gilt für uns absolute Präzision. Da eine pauschale Auslobung gesamter Produkte in unserem Fall unzulässig ist, bezieht sich unsere GRS-Zertifizierung immer auf einzelne Produktkomponenten, wie etwa den Hauptstoff oder das Innenfutter.

Ocean Bound Plastic (OBP): Seit November 2025 tragen wir als GOT BAG GmbH das OBP Scope Certificate der NGO Zero Plastic Oceans. Es ist der unabhängige Beleg für unsere transparente Arbeitsweise und bestätigt, dass unsere internen Prozesse höchsten Anforderungen an Rückverfolgbarkeit genügen. 

Das Siegel stellt sicher, dass der Plastikmüll in Regionen ohne funktionierende Abfallinfrastruktur gesammelt wird, bevor er ins Meer gelangt. Unter fairen Bedingungen, mit lückenloser Rückverfolgbarkeit und unter Einhaltung sozialer Standards entlang der gesamten Lieferkette.

Hannah Knauer aus unserem Team verantwortet bei GOT BAG die Supply Chain Certification und beschreibt, was das in der Praxis bedeutet:

„Ein Großteil meiner Arbeit ist für die Kund:innen unsichtbar. Der Fokus geht weit über das eigentliche Produkt hinaus und liegt unter anderem auf Social Audits innerhalb der Lieferkette, bei denen wir auf etablierte Standards setzen. Bei der Prüfung jeglicher Auditberichte schaue ich sehr genau auf die Details. Wenn wir anschließend verändern, wie Dinge gemacht werden, passiert das meist im Verborgenen. Aber genau dort entsteht für mich echter Impact.”

Kollektiv handeln: Partnerschaften & Kollaborationen

Wir sind überzeugt davon, dass es Viele braucht, um etwas zu bewirken. Über unserer Partnerstiftung GOT BAG Indonesia hinaus arbeiten wir deshalb mit inspirierenden Organisationen zusammen, die auf ihre ganz eigene Weise zum Schutz der Meere beitragen. Um nur einige unserer Partner:innen zu nennen: 

  • Coral Gardeners, die sich für die Rettung der Korallenriffe einsetzen und diese durch Aufforstung wieder aufbauen.

  • Plastic Fischer, die mit Barrieren (Trash Booms), Plastik in Flüssen abfangen, bevor es den Ozean erreicht.

  • Team Malizia, die den Hochleistungs-Segelsport nutzen, um Ozean-Daten zu sammeln und globale Aufmerksamkeit für den Klimaschutz zu gewinnen.

Gleichzeitig setzen wir auf Kollaborationen mit Künstler:innen und Designer:innen wie Paula Votteler. Das Ziel: ungewöhnliche Zugänge zu komplexen Themen wie der Plastikverschmutzung zu schaffen und in nahbares Storytelling zu übersetzen.

GOT BAG als Arbeitgeber

Unser Verständnis von Fürsorge endet nicht vor der Office-Tür. Daher haben wir erstmals ein Kapitel zu unserer Unternehmenskultur und dem Arbeitsalltag bei GOT BAG integriert.

Wir verstehen GOT BAG als einen Begegnungsraum und ein lebendiges System, das sich stetig weiterentwickelt. Im Mittelpunkt: gemeinsame Sinnstiftung.

Dazu gehört es auch, uns regelmäßig zu fragen, wie wir noch fairer und transparenter handeln können. Ein konkretes Beispiel: Wir haben unseren Gender Pay Gap nicht einfach geschlossen. Stattdessen haben wir hinterfragt, warum es überhaupt existierte. Das Ergebnis: Wir konnten die Lücke von 6,6 % im Jahr 2024 auf -1,1 % im Jahr 2025 senken. 


Unsere Ziele: Was kommt 2026?

Unser Gründer und Geschäftsführer Benjamin Mandos bringt es auf den Punkt: „Als Organisation wollen wir stets den ehrlichen Antrieb haben, Projekte zu schaffen, die der Umwelt, den Menschen und dem Ozean zugutekommen. Diese aufrichtige Fürsorge wollen wir nie aus den Augen verlieren – sie ist und bleibt der Kern dessen, was GOT BAG ist.“

Was das konkret bedeutet: Wir werden unseren Klimaschutzplan veröffentlichen – mit konkreten Reduktionszielen, erarbeitet von einem internen Arbeitskreis. Wir werden unsere Richtlinien zur KI-Ethik weiterentwickeln. Wir werden Lebenszyklusanalysen für weitere Produkte durchführen, um deren Umweltauswirkungen transparent zu machen. Und wir werden neue Kollaborationen mit inspirierenden Partner:innen eingehen, die unsere Haltung teilen.

Es geht uns dabei nicht um Perfektion. Es geht um Ehrlichkeit, kleine Schritte und den Mut, Ziele öffentlich zu benennen. Damit wir im nächsten Report transparent darüber berichten können. 

Lies mehr im vollständigen Impact Report 2025: Impact Report 2025.

COLORO x GOT BAG

COLORO x GOT BAG

COLORO x GOT BAG

Hat das Coloro-Codesystem eine Rolle beim Aufbau Ihrer Core- und/oder Saison-Paletten gespielt?

Farbe war schon immer zentral für unsere Marke. Über die Jahre haben wir ein starkes Sortiment an Core Colors aufgebaut. Als wir die Zusammenarbeit mit Coloro begannen, haben wir jede einzelne dieser Farben in das Coloro-System übertragen. Das Ergebnis: Core-Farbtöne, die präzise, definiert und exakt auf den Punkt sind. Bei unserer saisonalen Palette verlassen wir uns vollständig auf Coloro. So kreieren wir eine lebendige Ästhetik, die echte Begeisterung auslöst und unsere Produkte zu echten Lieblingsstücken macht.

Wie fügt sich das in Ihre Markenidentität und die Vorlieben Ihrer Kund:innen ein?

Wir entwerfen unsere Taschen so, dass sie funktional, minimalistisch und langlebig sind. Aber minimalistisch bedeutet niemals langweilig. Durch unsere Partnerschaft mit Coloro haben wir leuchtende Farben eingeführt, die eine enorme Resonanz in unserer Community ausgelöst haben. Es ist ein Spiegelbild dessen, wofür wir stehen: Optimismus, Entschlossenheit und Freude. Unsere Kund:innen wollen Produkte, die großartig aussehen und gleichzeitig ihre Werte widerspiegeln.

Die Farbpalette der „Moon Bag Ruffle“ ist bei den Kund:innen sehr beliebt. Erforderte das Erreichen dieser Farbintensität mit Coloro irgendwelche Kompromisse bei den Nachhaltigkeitsstandards?

Die MOON BAG RUFFLE besteht aus Hauptmaterial RE:NYNET®, einem recycelten Nylonmaterial, das aus ausrangierten Fischernetzen hergestellt wird. Wir verwenden RE:NYNET® gezielt für Produkte, die von seiner Leichtigkeit, der weichen Haptik und der Fähigkeit, brillante Farben anzunehmen, profitieren. Wir haben diese Intensität erreicht, ohne die Farbqualität oder unsere strengen Standards zu gefährden. Das Hauptmaterial bleibt wasserabweisend sowie frei von PFAS und PVC. Wir glauben an Fortschritt vor Perfektion, aber wenn es um Materialsicherheit und Ästhetik geht, machen wir keine Kompromisse.

Wie erleben Sie als Marke, die mit recycelten Materialien arbeitet, den Prozess der Farbauswahl mit Coloro-Polyswatches?

Wir arbeiten

Die Verwendung von Coloro-Polyswatches bietet uns einen fundierten, verlässlichen Referenzpunkt. Sie ermöglichen es unserem Designteam, genau zu visualisieren, wie eine leuchtende Farbe mit den einzigartigen Texturen unserer Stoffe interagiert. Die Polyswatches waren der ursprüngliche Grund für uns, mit Coloro zu arbeiten, da wir ausschließlich recyceltes Polyester und Nylon verwenden. Mit unserem vorherigen Farbanbieter konnten wir unsere Farben nicht optimal auf unsere recycelten Materialien übertragen.

Entspricht die übertragene Farbe Ihrer Meinung nach der ursprünglichen Inspirationsquelle aus der Coloro-Bibliothek?

Absolut. Wir akzeptieren die Realität recycelter Hauptmaterialien, streben nach absoluter Farbgenauigkeit und feiern die lebendigen Ergebnisse. Die Umsetzung von der Coloro-Bibliothek auf unsere Endprodukte ist bemerkenswert nah am Original. Wir mussten nie Abstriche bei der Farbqualität oder Brillanz machen. Zu sehen, wie diese energiegeladenen Farben auf unseren Taschen zum Leben erwachen, bereitet unserer Community echte Freude. Kleine Details wie eine originalgetreue Farbwiedergabe machen einen riesigen Unterschied, wenn man Produkte schafft, die die Menschen wirklich lieben.

Wie wichtig ist diese Farbtreue bei der Arbeit mit Materialien, die von Natur aus in Ton und Textur variieren?

Farbtreue ist für uns alles. Die Arbeit mit Materialien wie RE:NYNET® bedeutet manchmal, mit natürlichen Schwankungen in Ton und Textur umzugehen. Eine präzise Farbumsetzung ist enorm wichtig, da unsere Community einen hochwertigen, lebendigen Look erwartet, der unsere optimistische Haltung widerspiegelt. Das Coloro-System gibt uns die Sicherheit, dass unsere Farbtöne konsistent strahlen. Es beweist, dass Stil und Sinnhaftigkeit Hand in Hand gehen können.

Was war Ihr schönster Teil der Zusammenarbeit mit dem Coloro-Team?

Wir arbeiten mit echten Menschen zusammen, denen unsere Kreationen wirklich am Herzen liegen. Ihr Support ist hervorragend; sie sind immer da, um uns bei Designentscheidungen und alltäglichen Anforderungen zu unterstützen. Es ist etwas ganz Besonderes, mit Partnern zu kollaborieren, die unseren Ansatz verstehen und unsere Leidenschaft teilen.

Wie würden Sie die allgemeine Zusammenarbeit zwischen GOT BAG und Coloro beschreiben?

Es ist eine tiefgehende, partnerschaftliche Beziehung, die auf gegenseitigem Respekt und dem gemeinsamen Antrieb basiert, Produkte zu schaffen, die Menschen lieben. Das Coloro-Team lebt für Farbe – sie antizipieren die Bedürfnisse unserer Kunden und bringen echte Energie in alles, was sie tun. Sie legen so viel Wert auf ihr Handwerk wie wir auf unseres, wodurch sich die gesamte Zusammenarbeit wie eine natürliche Erweiterung unserer eigenen Arbeit anfühlt.

Wie schneidet der Support von Coloro bei der Umsetzung Ihrer Designs im Vergleich zu Ihrem vorherigen Farbanbieter ab?

Vor Coloro gab es keine echte Beziehung, keinen persönlichen Kontakt und keine gemeinsame Vision. Mit dem Coloro-Team hat sich alles geändert. Heute haben wir engagierte Expert:innen an unserer Seite, die herausragendes technisches Fachwissen mitbringen und sich aufrichtig für die Details unserer Produkte und unsere täglichen Bedürfnisse interessieren. Dieses Maß an persönlicher Unterstützung macht unsere Arbeit einfacher, freudvoller und macht viel mehr Spaß. So fühlt sich eine echte Partnerschaft an.

GOT BAG 
Fragen von COLORO
Antworten von Kathrin Melchior

Unser erweitertes JEDI-Engagement als B Corp™

„Wenn Mangroven verschwinden, verlieren die Menschen mehr als nur Bäume“

Die Verschmutzung unserer Ozeane: Wie konnte es so weit kommen?

Die Verschmutzung unserer Ozeane: Wie konnte es so weit kommen?

Die Verschmutzung unserer Ozeane: Wie konnte es so weit kommen?

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit der Deutschen Meeresstiftung entstanden:

Wer gerne am Strand spazieren geht, surft, segelt oder taucht, dem ist sie allgegenwärtig: die Plastikflut in unserem Ozean. Wissenschaftler:innen schätzen, dass es in den Weltmeeren im Jahr 2050 mehr Plastik als Fische geben könnte. Eine dramatische Prognose für ein Ökosystem, das uns mit Sauerstoff, Nahrung, Medizin und einem hohen Erholungsfaktor versorgt. Doch woher kommt dieses Plastik eigentlich? Wie gelangt es in die Meere? Wie lange bleibt es dort? Und welche Schäden richtet es an?

367 Millionen Tonnen Plastik wurden weltweit im Jahr 2020 produziert. Die Tendenz ist weiter steigend. 33 Prozent des Plastiks werden nach nur einmal Verwenden weggeworfen. Nur rund 3 bis 10 Prozent des weltweit gesammelten Plastiks werden recycelt. Es wird geschätzt, dass mehr als 100.000 Meeressäuger und Millionen von Seevögeln und Fischen jährlich sterben, weil sie Plastikteile gefressen oder sich in ihnen verheddert haben. Wie also gelangt so viel Plastik in unsere Meere?

Über die Flüsse
Der größte Teil des Mülls, der im Meer landet, kommt vom Land. Schätzungen gehen von 80 Prozent aus. Oft wird Müll auf Deponien gesammelt oder einfach irgendwo abgeladen. Wenn sich diese Plätze in der Nähe von Gewässern wie Flüssen oder dem Meer befinden, wird Plastikmüll einfach vom Wind ins Wasser geweht oder durch Regen oder Flutereignisse eingespült. Auch durch Abwässer von Industrie- und Kläranlagen gelangen Plastikteile in unsere Flüsse. So genanntes Mikroplastik, also Teilchen, die kleiner als fünf Millimeter sind, entstehen zum Beispiel beim Waschen von Textilien aus Kunststofffasern, dem Abrieb von Reifen auf unseren Straßen oder bei der Nutzung von Kosmetikartikeln mit Glitzer- oder Peelinganteilen.

Durch die Schifffahrt
Gesetzlich ist zwar der Eintrag von (Plastik-) Müll ins Meer verboten, kontrolliert wird das, vor allem auf hoher See, aber nur wenig. Neben der vorsätzlichen Müllentsorgung verlieren Schiffe aber auch häufig Ladung und ganze Container. Regional gibt es jedoch große Unterschiede bei den Mengen, die ins Meer gelangen. Das Deutsche Umweltbundesamt geht davon aus, dass in den besonders stark befahrenen Gebieten der südliche Nordsee und im Meeresgebiet Ostasiens die Fischerei und die Schifffahrt sogar die Haupteintragsquellen für Müll sind.

Illegaler Export und wilde Deponien
Leider wird ein Großteil des Plastikmülls aus Europa durch Tricks der Abfallwirtschaft immer noch illegal in Länder, vor allem des globalen Südens, exportiert und landet dort auf küstennahen wilden Deponien. Von dort wird der Müll dann teilweise ins Meer gespült. 

Durch Fischerei
Ein ebenfalls großer Verursacher von Müll im Meer ist die industrielle Fischereiwirtschaft. Netze, Leinen, Bojen, Gummistiefel und andere Gerätschaften werden versehentlich verloren oder ganz bewusst im Meer entsorgt. Weltweit machen Fischernetze, die zum überwiegenden Teil aus Kunststoff bestehen, bis zu zehn Prozent des Mülls im Ozean aus. Das hat fatale Folgen, denn die Netze, die durch die Meere geistern, fangen weiter Fisch und der wird wiederum zu Ködern für Meeressäuger, Haie oder Schildkröten, die sich in den Netzen verfangen und ertrinken oder verhungern.

Was passiert mit dem Plastik im Meer
Plastik ist ein sehr stabiler Werkstoff und hält sich teilweise bis zu mehreren hundert Jahren im Meer. Es wird nur extrem langsam abgebaut und deshalb wächst die Müllkippe im Ozean stetig an.

Sehr große Plastikkonzentrationen sammeln sich in fünf riesigen und weiteren kleineren Müllstrudeln im Atlantik, Pazifik und dem Indischen Ozean. Das ist vor allem den Meeresströmungen geschuldet, die aber nicht nur dafür sorgen, dass sich das Plastik in großen Mengen an bestimmten Orten ansammelt, sondern es bis in die entlegensten Winkel verteilt wird. Der Great Pacific Garbage Patch, der sich im Nordpazifik befindet, hat mittlerweile eine Größe erreicht, die viereinhalb Mal der Fläche von Deutschland entspricht. In den Müllstrudeln sammeln sich vor allem große Plastikteile, zum Beispiel ganze Plastikflaschen, große Planen oder Folien aus der Landwirtschaft oder Fischernetze.

 Das gefährdet nicht nur Meerestiere, die das Plastik fressen oder sich darin verheddern, sondern mittlerweile auch ganze Ökosysteme wie Korallen, die durch hängenbleibendes Plastik nicht mehr genug Licht aufnehmen können, um Sauerstoff zu bilden. Besonders betroffen sind auch die Mangroven, die oft in der Nähe von Flussmündungen zu finden sind. In ihren Wurzeln verfängt sich der mit dem Wasser transportierte Plastikmüll und schädigt die Gesundheit der Pflanzen und somit die Kinderstube vieler Tiere und den Küstenschutz. 

 Mit der Zeit wird das Plastik immer poröser und zerfällt durch Sonne und Wellenbewegung zu immer kleineren Teilen, die auf dem Meeresboden absinken. So wird Makroplastik zu Mikroplastik und Mikroplastik schließlich zu Nanoplastik. Diese Partikel sind ein großes Problem, da sie von Meerestieren mit Nahrung verwechselt werden und so über die Nahrungskette auch wieder auf unserem Teller landen. Wissenschaftler wissen mittlerweile, dass diese Kunststoffpartikel teilweise zellgängig sind und konnten bereits nachweisen, dass sie bis in die Plazenta von werdenden Müttern und in die Gehirne von Meerestieren gelangen. Welche Auswirkungen das haben kann, ist jedoch noch nicht erforscht.

Die Lösung
An einigen Stellen wird mittlerweile versucht, den Verbrauch von Plastik zu regulieren, zum Beispiel durch Verbote von Einwegplastikartikeln. Recyclingmöglichkeiten werden verbessert, das Bewusstsein der Menschen für Mülltrennung ist in vielen Ländern bereits gestiegen. Doch das allein wird die Problematik nicht lösen – im Gegenteil. Denn der Handel mit Plastikmüll ist ein lukratives Geschäft. Und so wird ein Großteil unseres kaum verwertbaren Plastikmülls nach wie vor exportiert. Einer der Hauptabnehmer: Südostasien. Dort verfügt man aber über nur unzureichende Abfallentsorgungs- und Recyclingsysteme, weshalb ein großer Teil des Plastikmülls am Ende in der Umwelt und dem Ozean landet. 

Zahlreiche Initiativen und Technologien beschäftigen sich damit, den Müll aus dem Ozean oder der Umwelt wieder einzusammeln. Von kleinen Vereinen, die Müll entlang der Flussufer sammeln, damit er nicht ins Meer gelangt, über Taucher:innen, die die Meere von Geisternetzen befreien bis hin zu futuristischen Müllsammelschiffen oder Anlagen, die das Plastik in Flussmündungen abfischen, bevor sie in den Ozean gelangen. Sie alle schärfen das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Problematik und tragen ihren Teil zur Bekämpfung der Plastikverschmutzung bei. Das oberste Ziel solte immer sein, zu verhindern, dass Plastik überhaupt erst in die Umwelt gelangen kann. Das bedeutet, dass wir unseren Konsum und die Produktion von Kunststoffen hinterfragen und massiv verringern müssen. Wir müssen außerdem in stark verschmutzten Ländern Abfallmanagementstrukturen schaffen und die Kreisläufe so regulieren, dass bestenfalls kein Plastik mehr in die Umwelt gelangt. Mehrwegsysteme sollten Vorrang vor Einwegsystemen haben. Hersteller von Kunststoffen sollten die Verantwortung für Gesundheits-, Umwelt- und Klimaschäden, die ihr Produkt verursacht, selbst tragen. Es sollte verboten werden, dass Mikroplastik Produkten zugesetzt werden darf, mit dem Wissen, dass es durch die Nutzung in die Umwelt gelangt. Das gleiche gilt für Schadstoffe bei der Kunststoffproduktion. Ähnlich wie beim Klimaschutz wäre ein globaler Ansatz in Form eines internationalen Abkommens zur Verringerung der Plastikflut wünschenswert – denn das Meer kennt keine Grenzen und gehört uns allen.

Die Deutsche Meeresstiftung fördert als Dialogplattform für Meeresakteure aus allen Sektoren den Informationsaustausch und die Zusammenarbeit für den Schutz und eine nachhaltige Entwicklung der Meere. Die Stiftung identifiziert Ozeanakteure und deren Projekte und vermittelt Wissen zur Nutzung und dem Schutz der Ozeane. Ziel ist es, ein neues Ozeanbewusstsein zu schaffen. Insbesondere setzt sich die Stiftung dafür ein, das Meer in allen Bildungsbereichen zu verankern, um vor allem junge Menschen zu erreichen.
Quellen:

Plastikatlas Daten und Fakten über eine Welt voller Kunststoff, 2019 Heinrich-Böll-Stiftung, BUND
World Ocean Review 1, 2010 maribus gGmbH

Volles Haus und gute Stimmung beim ersten GOT BAG Bagyard Sale

Volles Haus und gute Stimmung beim ersten GOT BAG Bagyard Sale

Volles Haus und gute Stimmung beim ersten GOT BAG Bagyard Sale

Am 28. Juni 2025 öffneten sich erstmals für die Öffentlichkeit die Tore zu unseren Mainzer Büroräumlichkeiten für unseren ersten Bagyard Sale. Bei dem Event konnten Besucher:innen bei leckeren Erfrischungen und Snacks exklusive Ware aus unserem Design-Archiv erwerben sowie mehr über uns und unser Team erfahren.

Bereits vor dem Start um 11 Uhr hatte sich in der Breidenbacher Straße eine lange Schlange aus Teilnehmer:innen gebildet, die gespannt auf den Bagyard Sale waren. Im Laufe des Tages nutzten ca. 2000 Besucher:innen die Möglichkeit, hinter die Kulissen des Mainzer Start-ups zu blicken, nette Gespräche zu führen und sich ihre Lieblingsprodukte zu sichern.

Über 1000 Produkte gingen am Tag des Hoffests über die Ladentheke. Neben Taschen, Rucksäcken und Accessoires aus unserem bestehenden Produktsortiment hatten Teilnehmer:innen auch die Möglichkeit, exklusive Einzelstücke aus neuesten Kollektionen zu erwerben. 

GOT BAGs verzieren lassen mit Mainzer Dom und Schildkröten

Außerdem konnten die Besucher:innen ihre GOT BAG-Produkte kostenlos mit vorgefertigten Motiven aus Mainz, wie etwa dem Umriss des Mainzer Doms, sowie Tier- und Meeresmotiven, etwa einer Schildkröte, bedrucken lassen. Dieser Service ist normalerweise Corporate-Kunden vorbehalten, die diesen zum Beispiel im Rahmen von Geschenken für ihre Mitarbeitenden nutzen.

Gut besucht waren auch die stündlichen Office-Touren, in denen verschiedene Mitarbeitende aus dem GOT BAG-Team Interessierte durch unsere Altstadt-Räumlichkeiten in der Breidenbacher Straße führten.

Besonders großes Interesse zeigten die Teilnehmer:innen an den Vorträgen von Leonie Schreck, Lead of Mission bei GOT BAG. Darin beleuchtete sie die Zusammenarbeit mit unserer Partnerstiftung GOT BAG Indonesia, berichtete über unsere gemeinsamen Aktivitäten und klärte über das Clean-up-Programm der Stiftung auf Java auf. 

Im Rahmen des Clean-up-Programms von GOT BAG Indonesia sammeln lokale Teilnehmende Plastikmüll aus küstennahen Gebieten und dem Meer. Der PET-Anteil davon wird für die Produktion unserer Produkte genutzt, während der restliche Teil an Recyclingpartner weitergegeben oder thermisch verwertet wird.

Bunt gemischtes Publikum aus Jung und Alt

„Wir freuen uns, dass unser erster Bagyard Sale so ein voller Erfolg war und unsere Erwartungen weit übertroffen hat. Besonders schön war es, an unserem Heimatort Mainz ein solches lokales Event auf die Beine zu stellen und hier im Office ein so interessiertes und bunt gemischtes Publikum aus Jung und Alt bei uns zu haben. Das wird bestimmt nicht der letzte Bagyard Sale gewesen sein“, so GOT BAG-Gründer Benjamin Mandos.

Streetfood & Drinks von lokalen Partnern

Ein besonderer Dank geht auch an alle Partner, die den Tag zu etwas Besonderem gemacht hatten: So kam das Catering von j-town kitchen, die mit ihrem Foodtruck stilechtes indonesisches und vegetarisches Essen servierten. Daneben versüßten das Eisfahrrad von N’Eis den warmen Sommertag und erfrischende Getränke kamen von der Kuehn Kunz Rosen-Brauerei aus Mainz sowie Kaffee und Matcha-Latte von Palm Bowls. 

 

„Business Saviorism“ in Aktion – Mein Reality-Check mit GOT BAG

„Business Saviorism“ in Aktion – Mein Reality-Check mit GOT BAG

„Business Saviorism“ in Aktion – Mein Reality-Check mit GOT BAG



Volles Haus und gute Stimmung beim ersten GOT BAG Bagyard Sale

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„Business Saviorism“ in Aktion – Mein Reality-Check mit GOT BAG

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UN-Plastikabkommen gescheitert: Und was jetzt?


„Business Saviorism“ beschreibt das Phänomen, „Hilfe“ als heroische Wohltätigkeit zu verpacken. In diesem Artikel diskutiert Gastautorin Lavinia Muth den Workshop, den sie mit dem GOT BAG-Team in Mainz durchgeführt hat. Sie beleuchtet kritisch die Kommunikation des Start-ups rund um seine Partnerschaft mit einer indonesischen Stiftung und die gemeinsamen Clean-up-Aktivitäten.

Wer bin ich, um darüber zu sprechen?

Über zehn Jahre lang habe ich sogenannte „Empowerment-Assessments“ durchgeführt – bis mir klar wurde, dass wir nur koloniales Mitleid neu verpackten. Heute helfe ich Unternehmen und NGOs dabei, Saviorism in ihrem gut gemeinten Engagement zu enttarnen – von Patagonias „We’re in business to save our home planet“-Marketing (Hallo, Heldenkomplex?) bis hin zu GOT BAGs Plastiksammel-Botschaften. Stellt euch mich als Exorzistin für weiße Business-Narrative vor.

Das Audit, das in der CSR fast niemand macht

„Business Saviorism“ – ein unternehmerischer Ableger des weißen Saviorismus – liegt vor, wenn Unternehmen oder NGOs ihre „Hilfe“ als heroische Wohltätigkeit inszenieren. Dabei werden Machtungleichgewichte unter dem Deckmantel des Guten verschleiert (siehe: White Savior).

Als GOT BAG – bekannt für Rucksäcke aus recyceltem Plastikmüll aus Küstenregionen – mich 2024 bat, ihre Kommunikationsstrategie rund um das Plastik-Sammelprogramm in Indonesien zu analysieren, war für mich eines schnell offensichtlich: Die Warnzeichen sprechen für sich.

Headlines:
– „Wir müssen jetzt handeln.“
– „Das ist der einzige Weg, wie wir etwas tun können.“

Bildwelt:
– Strahlende weiße Gründer-Gesichter mit Müllsäcken (Spoiler: gesammelt haben die Einheimischen).

Metriken:
– „X Tonnen gesammelt” (Dafür kaum Infos über dortige Lebensgrundlagen oder die Frage, wem die Rechte an den Bildern der „glücklichen Sammler:innen“ gehören.)

Ein Fall von klassischem Saviorismus: gut gemeint, aber strukturell gedankenlos.

Der Workshop: Unbequem? Ja. Verändernd? Fragt sie selbst.

Im Mai 2025 war das GOT BAG-Team bereit für einen dreistündigen „Business Saviorism“-Workshop im Mainzer Büro. Ziel war es:

 ✔  Machtverhältnisse sichtbar zu machen (Wessen Perspektive steht im Zentrum der Erzählung? Wer entscheidet über die Budgets?)
  ✔  Sprachmuster zu analysieren und zu optimieren, z. B.

  • von „Das ist der einzige Weg“ zu „Strategien, die wir gemeinsam verfolgen können“

  • von „helfen“ zu „unterstützen/zusammenarbeiten“

  • von „wir sammeln“ zu „lokale Akteur:innen sammeln“

Was seitdem passiert ist:

1. Anstelle von „Wir sammeln Plastikmüll in Indonesien“ wurden lokale Partnerschaften sichtbar gemacht

Die Formulierung „Wir sammeln Plastik in Indonesien“ stellt das Unternehmen als Hauptakteur dar – und lässt die lokalen Communities und Organisationen, die die eigentliche Arbeit leisten, unsichtbar werden.

Das Problem: Diese Sprache folgt dem Saviorism-Narrativ: Sie löscht bestehende lokale Systeme aus und suggeriert, Plastikverschmutzung werde durch externes Eingreifen „gelöst“. Expertise wird verdeckt (lokale Sammler:innen kennen den Kontext nun mal am besten).

Die neue Formulierung:
„Unsere Partnerstiftung betreibt ein Clean-up-Programm, in dem lokale Teilnehmer:innen Plastikmüll sammeln …“

Warum das wichtig ist:

  • stellt indonesische Partner in den Mittelpunkt

  • verwendet aktive Sprache für lokale Akteur:innen („sammeln“ statt passiv „wird gesammelt“)

  • macht Machtverhältnisse transparent (GOT BAG unterstützt – aber steuert nicht)

2. Koloniale Echos hinterfragt

  • Warum zeigen Bilder zum Thema „saubere Ozeane“ weiße Rucksackträger:innen mit Müllsäcken – statt der lokalen Helfer:innen, die sie gefüllt haben?

  • Warum wurden die Zitate indonesischer Partner:innen in Berichten versteckt, während in Pressemitteilungen die Gründer-Stimmen im Vordergrund standen?

3. Kollektives Handeln entwickelt

Die Hausaufgaben für GOT BAG:

✔ Kommunikationsrichtlinien überarbeiten, um savioristische Sprache zu vermeiden
✔ Bildrechte prüfen (Keine Nutzung von „Happy Collector“-Fotos ohne jeweilige Zustimmung)
✔ Ein visuelles Leitbild entwickeln, das die Darstellung auf Augenhöhe sicherstellt

Warum GOT BAGs Haltung zählt

Die meisten Marken ergreifen die Flucht, wenn ich frage: „Wer hat entschieden, dass das ‚Hilfe‘ ist?“ Aber GOT BAG ist geblieben. Sechs Wochen nach dem Workshop:

  • Nutzt jede Abteilung co-kreierte Sprache – keine Story über eine bestimmte Community oder über Sammler:innen wird ohne Rücksprache mit den Beteiligten freigegeben.

  • Wurde ein „Saviorism Checkpoint“ ins Kampagnen-Playbook aufgenommen.

Es geht hier nicht darum, jemanden an den Pranger zu stellen  –  sondern darum, Macht zu hinterfragen, die als Großzügigkeit getarnt ist.

Mini-Audit für dein Unternehmen

Du arbeitest in einem Unternehmen mit Corporate Social Responsibility-Programm? Dann schnapp dir den letzten CSR-Bericht und markiere jedes „wir“-Verb („wir lehren“, „wir spenden“). Schreibe um zu „wir bezahlen“, „wir folgen lokaler Führung“. Frag dich dann: Tun wir das wirklich? Wenn nicht, habt ihr ein Problem – oder seid vielleicht das Problem, das ihr zu lösen vorgibt.

Erkenne die versteckte Hierarchie: Wer wird als Expert:in zitiert – und wer ist nur Requisite?
Stell dir die radikale GOT BAG-Frage: Würden unsere Partner:innen das als „Unterstützung“ bezeichnen – oder eher als Schuldmanagement im Spätstadium?

Fazit

„Business Saviorism“ ist nicht nur ein Reputationsrisiko – sondern ein ethisches und strukturelles Versagen. Wenn Nachhaltigkeitsbemühungen Ungleichheiten verstärken, während sie angeblich Lösungen bieten, werden sie zum Teil des Problems.

Wirklicher Impact erfordert Demut: Macht umverteilen – nicht nur Plastik recyceln. Betroffene Communities in den Mittelpunkt stellen – nicht die eigene Marke als Heldin inszenieren. GOT BAG hat gezeigt: Es geht nicht um Perfektion, sondern um den Mut zur ehrlichen Selbstkritik.

Die Belohnung? Der Wandel ist greifbar: Wo Paternalismus war, entsteht Verantwortung. Wo Pressemitteilungen über die Rettung von Menschen waren, kann echter Dialog über gemeinsame Ziele und Vertrauen sein.

Und jetzt bist du dran.

Über die Autorin: 

Lavinia Muth ist (Un)Sustainability Consultant & ehemals überzeugte Weltverbesserin. Sie bringt über 15 Jahre Erfahrung aus verschiedenen Positionen im Bereich Nachhaltigkeit in den Branchen Mode und Landwirtschaft mit.

UN-Plastikabkommen gescheitert: Und was jetzt?

UN-Plastikabkommen gescheitert: Und was jetzt?

UN-Plastikabkommen gescheitert: Und was jetzt?

10 Tage ohne Ergebnis: Mitte August sind in Genf die Gespräche der Vereinten Nationen über ein globales Plastikabkommen gescheitert. Ziel der Verhandlungen war es, das erste rechtsverbindliche internationale Abkommen gegen Plastikverschmutzung abzuschließen und so die weltweite Vermüllung der Meere und der Umwelt deutlich zu begrenzen. Bereits 2022 begonnen, sollte in der letzten Verhandlungsrunde in Genf endlich eine globale Einigung zur Lösung der Plastikkrise erzielt werden. Doch das Treffen der 184 Teilnehmerländer wurde ohne einen gemeinsamen Vertrag beendet. Was bedeutet das jetzt?

Das UN-Plastikabkommen sollte die wichtigsten Aspekte des Plastikproblems enthalten: die Begrenzung der Plastikproduktion, verbindliche Vorgaben für Produktdesigns mit dem Ziel einer besseren Recyclingfähigkeit sowie die Förderung einer Kreislaufwirtschaft, bei der die Rohstoffe von Produkten wiederverwendet werden.

Mehrere Staaten blockierten Vertragstext

Bereits im Vorfeld zeichnete sich ab, dass die Positionen der Länder stark auseinandergehen. Eine Mehrheit von über 100 Staaten (High Ambition Coalition), darunter die EU und viele Länder aus Südamerika, Afrika und Asien, drängte auf ein ehrgeiziges Rahmenwerk. Dieses sollte die globale Kunststoffproduktion begrenzen, Becher und Besteck aus Einwegplastik komplett abschaffen sowie giftige chemische Zusatzstoffe verbieten.

Blockiert wurde dies vor allem von ölproduzierenden Staaten wie Saudi-Arabien und Russland sowie von den USA. Sie wollten sich vor allem auf ein besseres Abfallmanagement konzentrieren. Produktionsbegrenzungen für Kunststoffe aus Erdöl, Kohle und Gas lehnten sie strikt ab.

Bedrohung von Mensch und Umwelt durch Plastikmüll

Weltweit werden laut OECD jedes Jahr mehr als 450 Millionen Tonnen Plastik produziert. Wenn sich daran nichts gravierend ändert, wird sich die Menge an Plastikmüll bis 2060 fast verdreifachen, so die Prognose der OECD-Experten.

 

Quelle: OECD Global Plastic Outlook 2022

Mikro- und Nanoplastik ist überall präsent

Über 100 Millionen Tonnen Plastikabfälle haben sich Schätzungen zufolge in den Ozeanen angesammelt. Eine aktuelle Studie des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) legt nahe, dass es offenbar noch viel mehr Plastik im Meer gibt als bisher angenommen. Demnach sollen sich allein in der oberen Wasserschicht des Nordatlantiks 27 Millionen Tonnen kleinster Plastikpartikel befinden.

Plastik verschwindet nicht, sondern zerfällt im Laufe der Zeit in immer kleinere Partikel: Mikroplastik und Nanoplastik. Plastikteile befinden sich mittlerweile selbst in den tiefsten Meeresgräben und den abgelegensten Teilen der Erde.

Die weltweite Plastikflut hat dramatische Auswirkungen: Plastikmüll bedroht Meereslebewesen sowie maritime Ökosysteme und gefährdet die menschliche Gesundheit. Forschende finden Plastikpartikel mittlerweile in menschlichen Organen und sogar im Gehirn. Mikro- und Nanoplastik soll verschiedenen Studien zufolge mit diversen Krankheiten in Zusammenhang stehen und Entzündungen fördern.

Scheitern des UN-Plastikabkommens enttäuschend, aber nicht überraschend

Angesichts der globalen Plastikkrise äußerten sich Vertreter:innen vieler Staaten, Organisationen und der Wissenschaft extrem frustriert über den Ausgang der Gespräche. „Das Scheitern ist ein schwerer Rückschlag im globalen Kampf gegen die Plastikflut und auch ein schwerer Rückschlag für die Interessen der Menschen auf diesem Planeten”, so Frank Schweikert, Vorstand und Gründer der Deutschen Meeresstiftung. Die stockenden Verhandlungen zeigten, wie stark kurzfristige wirtschaftliche Interessen über das langfristige Überleben unserer Ökosysteme gestellt werden, so Schweikert.

Karsten Hirsch von Plastic Fischer dazu: „Nach jahrelangem Hin und Her stehen wir ohne echte Ergebnisse da und müssen uns erstmal damit abfinden, dass es international keine Einigung zum Thema geben wird, wie der Verschmutzung Einhalt geboten werden soll.” Das Ergebnis sei jedoch nicht überraschend.

Bei vielen Beteiligten herrscht zudem der Konsens, dass keine Einigung besser sei als ein schwammiges Abkommen ohne effektive und verbindliche Maßnahmen. So auch Joel Tasche von CleanHub: „Letztendlich denke ich, dass es besser ist, nochmals zu verhandeln, anstatt ein schwaches Abkommen in die Welt zu setzen, das nichts ändert.“

Was es jetzt braucht: Aufmerksamkeit, Strukturen und Bildung

Der Kampf gegen die Plastikverschmutzung der Umwelt muss nun vorerst ohne globales Abkommen weitergehen. Noch ist unklar, ob es weitere Verhandlungen geben wird. Fest steht: Um die Plastikflut in den Griff zu bekommen, braucht es kollektive Anstrengungen. Auch wenn lokale Ansätze keine globalen Lösungen ersetzen können – Ideen gibt es viele. Experten sehen vier zentrale Bausteine:

Aufmerksamkeit schaffen

„Ich wünsche mir, dass wir diese kurze Phase der Aufmerksamkeit, die das Thema Plastik nach langer Zeit mal wieder bekommt, jetzt nutzen, um Lösungen in den Mittelpunkt zu stellen, anstatt uns aufzuregen und die Welt schwarz zu malen“, so Joel Tasche von CleanHub.

Vernetzen

„Wir setzen weiter auf Vernetzung – von Schulen bis zur Politik – um Druck „von unten“ aufzubauen. Wenn die Politik nicht das liefert, was wir für einen gesunden Planeten und damit gesunde Menschen brauchen, müssen wir als Gesellschaft, kuratiert von unabhängiger Wissenschaft, umso entschlossener vorangehen”, so Schweikert von der Deutschen Meeresstiftung.

Strukturen schaffen

„Es müssen verpflichtende Regelungen geschaffen werden, die Regierungen und produzierende Unternehmen zwingen, recycelbare Materialien herzustellen und Müll anständig zu entsorgen. Es braucht Abfallwirtschafts-Systeme, die den Müll an den Haushalten abholen. Es braucht Bildung, um von diesen Systemen richtig Gebrauch machen zu können, oder, wenn es keine solchen gibt, diese einzufordern“, so Hirsch.

Bildung fördern

Die Wichtigkeit von Bildung betont auch GOT BAG-Gründer und Geschäftsführer Benjamin Mandos: „Das Scheitern der Verhandlungen ist enttäuschend. Aber wir lassen uns davon nicht entmutigen. Auch wenn es keine globalen Lösungen ersetzt, sind wir davon überzeugt, dass viele gemeinsam etwas bewegen können. Deshalb setzen wir mit unserer Partnerorganisation GOT BAG Indonesia neben dem Sammeln von Plastik und dem Aufbau von Entsorgungsstrukturen auf Bildung für einen bewussten Umgang mit Abfall.“